Page 15 - Sicherheitsratgeber
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RAUB und BETRUG


          Durch die Kenntnisse der Tricks und bestimmten Verhaltensempfehlungen kön-
          nen Sie sich leicht vor Trickbetrügern schützen!

          Gängige Tricks, um in die Wohnungen zu gelangen:
          Der Täter ersucht Sie z.B. um ein Glas Wasser oder um Stift und Zettel, um der
          Nachbarin eine Nachricht zu hinterlassen. Er bittet um Spenden für Hilfsorga-
          nisationen oder gibt sich beispielsweise als Handwerker, Kriminalbeamter, Was-
          serableser oder Angestellter der PVA aus. In diesem Zusammenhang sollten Sie
          wissen, dass sich Beamte im Vorfeld immer schriftlich anmelden und nicht über-
          raschend vorbeikommen.


            Beachten Sie folgende TIPPS:
            -  Seien Sie stets vorsichtig gegenüber Fremden.
            -  Lassen Sie keinen Fremden in Ihre Wohnung: Schauen Sie vor dem
               Öffnen der Türe durch den Türspion und legen Sie den Sperrbügel vor.
            -  Lassen Sie sich den Dienstausweis zeigen, auch von uniformierten
               „Amtspersonen“ – diese Forderung schreckt potenzielle Täter ab.
            -  Scheuen Sie sich nicht davor, einen ungebetenen Gast energisches
               weg  zu weisen oder um Hilfe zu schreien. Auch ein entschiedenes
               „Nein“ kann im Ernstfall hilfreich sein und Straftaten verhindern.


          Am Telefon

          Auch am Telefon sollten Sie vorsichtig sein und ein gesundes Misstrauen an den
          Tag legen. Besondere Aufmerksamkeit bedürfen Anrufe von vermeintlichen Ver-
          wandten (Enkel-Neffen-Trick) oder Gewinnbenachrichtigungen.

          Enkel – Neffen – Trick:
          Sie bekommen einen Anruf. Der Anrufer beginnt ein Gespräch und erkundigt sich
          z.B.  nach Ihrem  Wohlbefinden,  nennt seinen  Namen  jedoch nicht.  Die  persön-
          liche, nette Ansprache erweckt – insbesondere bei einsamen Menschen – oft den
          Eindruck, dass Sie den Anrufer kennen. Sie gehen davon aus, dass es sich tat-
          sächlich um einen Bekannten oder Verwandten handelt. Fragen Sie näher nach,
          antwortet er entrüstet oder vorwurfsvoll, ob Sie ihn leicht nicht kennen. Im Laufe
          des Gesprächs erzählt der Anrufer über seine finanzielle Notsituation. Er bittet
          Sie um Bargeld. Sichern Sie ihm eine finanzielle Unterstützung zu, folgt eine Ent-
          schuldigung, dass er aus terminlichen Gründen nicht selbst bei Ihnen vorbeikom-
          men und das Geld abholen kann. Stattdessen schicke er einen Freund vorbei. Die
          Geldübergabe findet meist in der Wohnung des Opfers statt.
          In vielen Fällen verlieren die betroffenen Personen durch solche Betrügereien ihre
          gesamten Ersparnisse.



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